Disclosure Schedules

In Short

The Anti-Reps. Ausnahmen von Garantien. Due Diligence Dump. Risiko-Verteilung. Knowledge Qualifiers. Material Contracts Liste. Litigation Liste. Verkäufer Schutz. Indemnity Shield. Datenraum Inkorporation. Negative Assurance. Schwärzungen. Schedule vs Exhibit. Die Kosten des Schedules.

Deep Dive: Disclosure Schedules

Massives Dokument (Hunderte Seiten), Anhang zum Merger Agreement. Verkäufer listet hier jede *Ausnahme* zu den Garantien auf.
"Ich verspreche, ich habe keine Klagen... AUSSER die auf Schedule 3.4 gelisteten".

Executive Summary: Das Wahrheitsserum

Merger Agreement enthält die "Perfekte Welt" (Reps).
"Wir halten alle Gesetze ein. IP ist perfekt".
Disclosure Schedules enthalten die "Reale Welt".
"Eigentlich haben wir einen Umwelt-Verstoß. IBM Vertrag ist kündbar. Ein Patent-Troll schreibt uns".
Funktion: Alles im Schedule gilt als "Offengelegt".
Käufer kann dafür KEINEN Schadenersatz fordern.
Er wusste es ja.

The Update Right Negotiation

Darf Verkäufer Schedules aktualisieren?
Wenn an Tag 45 (zwischen Signing/Closing) neue Klage kommt?
Verkäufer will es in Schedule schreiben (Haftung meiden).
Käufer hasst das: "Ich hab Preis kalkuliert ohne Klage. Wenn du es addest, änderst du den Deal".
Kompromiss: Verkäufer muss es melden, aber schuldet trotzdem Indemnity dafür.

Data Room Inkorporation (The Lazy Way)

Verkäufer versuchen oft:
"Alles im Datenraum gilt als 'Schedule'".
Disclosed 50.000 Dokumente auf einmal.
Käufer Reaktion: Ablehnung.
"Ich lese nicht 50k PDFs um meine Risiken zu finden. Liste die Probleme spezifisch auf".
Kompromiss: Nur bestimmte Ordner (Litigation Log) gelten als disclosed.

Redaction (Schwärzung)

Manche Infos dürfen nicht rein (Kartellrecht).
Kundenpreise etc.
Werden als "Redacted Contracts" gelistet, Details nur an "Clean Team" (Anwälte).

Negative Assurance

Schedules sind "Negative Sicherheit".
Wenn ein Vertrag NICHT auf der "Material Contracts" Liste steht, garantiert Verkäufer, dass er nicht existiert.
Taucht er später auf -> Vertragsbruch.

Strategische Relevanz

Risiko Transfer: Schedules schieben Risiko von Verkäufer zu Käufer.
Gelistet = Risiko Käufer (eingepreist).
Nicht gelistet = Risiko Verkäufer (Indemnity).

Real World Example: Der "Generelle" Disclosure

Käufer akzeptieren fast nie "Alles im Datenraum ist bekannt". Bestehen auf spezifischen Listen.

Kritische Fehler, die man vermeiden sollte

Lazy Scheduling: Das den Junior-Anwälten überlassen. Hier passieren die teuren Fehler. Alles was fehlt, kostet später Geld.

FAQ: Schedules

Sind sie öffentlich?

Nein. Merger Agreement wird gefiled (SEC), aber Schedules bleiben meist geheim (Wettbewerbs-Infos).

Roemer Capital Perspective

Schedules sind wichtiger als die Reps.
Reps sind die Vorlage, Schedules sind die Realität.

Advanced Tactics & Expert Insights

Sandbagging: Manche Käufer wissen von einem Fehler, sagen aber nichts ("Sandbagging"), unterschreiben den Vertrag, und klagen DANACH auf Schadenersatz.
Versuche "Anti-Sandbagging" Klauseln einzubauen (schwer durchzusetzen) oder – besser – leg ALLES in den Disclosure Schedule ("Alles auf den Tisch"). Was disclosed ist, kann nicht eingeklagt werden.

FAQ: Häufige Fragen zu Disclosure Schedules

Warum ist Disclosure Schedules heute so wichtig?

In der aktuellen Marktphase (2024/2025) achten Investoren extrem auf Substanz. Disclosure Schedules ist ein Indikator für die Reife und Professionalität eines Startups. Wer hier Lücken hat, riskiert Abschläge bei der Bewertung.

Kann man Disclosure Schedules ignorieren?

Für eine Weile ja (Bootstrap-Phase). Aber spätestens ab Series A wird es zum Pflichtprogramm. Ignoranz wird dann als Management-Schwäche ausgelegt.

Wie fange ich am besten an?

Starten Sie lean. Kopieren Sie Best Practices, aber passen Sie sie an Ihre Realität an. Ein 80% perfekter Disclosure Schedules-Prozess ist besser als gar keiner. Holen Sie sich Feedback von erfahrenen Mentoren oder Angels, bevor Sie damit zu VCs gehen.

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Artikel recherchiert und geschrieben von:

Disclosure Schedules
Lucas Roemer
CEO von Roemer Capital
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