Startup-Glossar: Begriffe aus Finanzierung, M&A und Controlling
Unser Glossar erklärt wichtige Startup-Begriffe auf klare, übersichtliche und praktische Weise.
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Accelerated Vesting
Accelerated Vesting ist die vorzeitige Unverfallbarkeit noch nicht verdienter Anteile, meist beim Unternehmensverkauf, als Single oder Double Trigger.
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Accelerator
Ein Accelerator ist ein befristetes Programm, das junge Unternehmen in Gruppen mit Kapital, Begleitung und Investorenkontakten fördert, oft gegen Anteile.
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Acqui-Hire
Übernahme wegen Talent, nicht Produkt. Das Team einkaufen. Das Produkt wird eingestellt.
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ACV
Annual Contract Value. Jährlicher Vertragswert. Was zahlt der Kunde pro Jahr?
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Aktiva
Aktiva ist die linke Seite der Bilanz und zeigt, wofür das Kapital verwendet wurde: Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Die Gliederung gibt § 266 HGB vor.
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Amortisation
Amortisation bezeichnet zwei Dinge: den Zeitraum, bis eine Investition ihre Kosten wieder eingespielt hat, und die planmäßige Abschreibung immaterieller Vermögenswerte.
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Anchor Investor
Ein Anchor Investor ist der erste Investor, der einen bedeutenden Betrag fest zusagt und so weiteren Investoren den Einstieg in Runde oder Fonds erleichtert.
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Angel Investor
Ein Angel Investor ist eine vermögende Privatperson, die eigenes Kapital in junge Unternehmen investiert und oft Erfahrung und Kontakte einbringt.
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Angel Syndicate
Ein Angel Syndicate ist ein Zusammenschluss von Business Angels, die unter Führung eines erfahrenen Investors gebündelt über eine Gesellschaft investieren.
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Anti-Dilution
Anti-Dilution ist der Verwässerungsschutz, der Investoren wirtschaftlich ausgleicht, wenn eine spätere Runde zu einem niedrigeren Anteilspreis stattfindet.
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Anti-Dilution Protection
Anti-Dilution Protection ist der Verwässerungsschutz, der Investoren bei einer Folgerunde zu niedrigerem Anteilspreis mit zusätzlichen Anteilen ausgleicht.
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API
Eine API ist die Schnittstelle, über die zwei Programme Daten austauschen und Funktionen des anderen nutzen, ohne dessen Innenleben zu kennen. So lassen sich fremde Dienste wie Zahlung oder Versand einbauen statt selbst bauen.
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ARPA
ARPA steht für Average Revenue Per Account und nennt den durchschnittlichen Umsatz je Kunde. Die Höhe entscheidet über den Vertriebsweg: hohe Werte tragen persönlichen Verkauf, niedrige verlangen Selbstbedienung.
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ARR
ARR steht für Annual Recurring Revenue, den wiederkehrenden Jahresumsatz aus laufenden Verträgen. Bei Softwaregeschäftsmodellen ist die Kennzahl die übliche Grundlage für die Bewertung.
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Asset Deal
Beim Asset Deal kauft der Käufer einzelne Wirtschaftsgüter statt Anteile. Das schirmt ihn von Altlasten ab und ist für den Verkäufer steuerlich meist teurer.
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Assignment Clause
Die Assignment Clause regelt, ob eine Partei den Vertrag ohne Zustimmung der anderen an einen Dritten weitergeben darf. Beim Unternehmenskauf entscheidet sie mit, ob Kunden- und Lieferantenverträge nach dem Closing weiterlaufen.
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Auftragsforschung
Auftragsforschung ist Forschung und Entwicklung, die ein Dritter im Auftrag durchführt. Sie ist förderfähig — aber nur anteilig und unter Bedingungen.
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Auftragsverarbeitungsvertrag
Der Auftragsverarbeitungsvertrag regelt nach Art. 28 DSGVO, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet. Er ist Pflicht, nicht Kür.
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Avalkredit
Beim Avalkredit bürgt die Bank für das Unternehmen, statt Geld auszuzahlen. Er kostet nur Provision — belastet aber die Kreditlinie.
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B2B Factoring
B2B Factoring erklärt: Forderungen an Unternehmen verkaufen, Liquidität verbessern. Wann es für Scaleups sinnvoll ist und worauf du achten solltest.
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Bad Leaver
Ein Bad Leaver ist ein Gründer oder Mitarbeitender, der aus einem ihm zuzurechnenden Grund ausscheidet und seine Anteile unter Verkehrswert abgeben muss.
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Basket Amount
Die Selbstbeteiligung. Der Betrag, den der Käufer „schlucken“ muss, bevor er klagen kann.
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Beihilferecht
Das europäische Beihilferecht begrenzt staatliche Förderung. Es bestimmt, wie viel ein Unternehmen insgesamt bekommen darf — über alle Programme hinweg.
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Benchmark Valuation
Die Herdenpreisbildung. Ein Unternehmen basierend auf dem „Standard“-Preis für diese Phase in dieser Stadt bewerten. Der Weg des geringsten Widerstands.
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Bereinigtes EBITDA
Das bereinigte EBITDA zeigt die wiederkehrende Ertragskraft ohne Einmaleffekte. Es ist die Zahl, auf die in fast jeder Transaktion der Multiplikator angewendet wird.
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Beteiligungscontrolling
Beteiligungscontrolling ist die laufende Überwachung und Steuerung von Beteiligungen aus Sicht des Investors über Berichte, Kennzahlen und Frühwarnsignale.
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Beteiligungsvertrag
Der Beteiligungsvertrag regelt, wie ein Investor gegen Zahlung neue Anteile an einer GmbH erhält: Kapitalerhöhung, Zuzahlung, Garantien und Vollzug.
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Betriebsaufspaltung
Bei der Betriebsaufspaltung wird das Vermögen vom operativen Geschäft getrennt. Sie schützt Substanz — und kann ungewollt entstehen und wieder wegfallen.
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Betriebsvermögen
Betriebsvermögen ist alles, was dem Betrieb dient. Die Abgrenzung zum Privatvermögen entscheidet über Steuerbegünstigungen und über die Steuer beim Verkauf.
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Betriebswirtschaftliche Auswertung
Die betriebswirtschaftliche Auswertung ist die monatliche Kurzfassung der Buchhaltung: Umsatz, Kosten und vorläufiges Ergebnis. Banken und Investoren verlangen sie als laufenden Nachweis.
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Bewertungsspanne
Die Bewertungsspanne ist der Bereich, in dem ein Unternehmenswert plausibel liegt. Sie ersetzt die eine Zahl, die es in der Praxis nicht gibt.
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Bieterverfahren
Im Bieterverfahren werden mehrere Kaufinteressenten parallel und nach festem Zeitplan geführt. Wettbewerb ist der stärkste Hebel auf den Preis.
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Bilanz
Bilanz für Scaleups: Vermögen und Kapital gegenüberstellen. Warum Liquidität ohne Bilanzblick trügerisch sein kann und wann Überschuldung droht.
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Bilanzierung
Bilanzierung ist die Bewertung und Erfassung von Vermögen und Schulden in der Bilanz. Die Ansatz- und Bewertungsregeln entscheiden, wie ein Unternehmen aussieht.
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Blue Ocean Strategy
Die Blue Ocean Strategy setzt darauf, einen neuen Markt ohne direkten Wettbewerb zu schaffen, statt im bestehenden um dieselben Kunden zu werben. Der Weg dorthin heißt Value Innovation: Kosten senken und zugleich den Nutzen erhöhen.
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Board Meeting
Ein Board Meeting ist die Sitzung des Beirats oder Aufsichtsrats, in der die Geschäftsführung berichtet und das Gremium berät, überwacht und beschließt.
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Board Seat
Ein Board Seat ist ein Sitz mit Stimmrecht im Beirat oder Aufsichtsrat, meist für einen Investor; bei der GmbH regelt die Satzung die Befugnisse des Gremiums.
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Bonität
Bonität für Unternehmen: Kreditwürdigkeit gegenüber Banken und Investoren. Welche Kennzahlen zählen und warum sie Finanzierungskosten beeinflussen.
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Bootstrapping
Bootstrapping ist der Aufbau eines Unternehmens ohne Investoren, die für ihr Geld Anteile erhalten, finanziert aus Mitteln der Gründer, Umsätzen und Gewinnen.
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Bottom-Up Market Sizing
Beim Bottom-up Market Sizing wird die Marktgröße von unten aufgebaut: Anzahl erreichbarer Kunden mal realistischer Jahresumsatz je Kunde. Jede Annahme ist einzeln belegbar, deshalb verlangen Investoren diese Rechnung.
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Break-Even
Der Break-even ist der Punkt, an dem die Deckungsbeiträge die Fixkosten genau decken. Ab dem nächsten Euro Umsatz entsteht Gewinn, darunter Verlust.
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Break-even Point
Der Moment der Freiheit. Wenn der Umsatz den Gesamtkosten entspricht. Du hörst auf, Geld zu verbrennen und fängst an, es zu drucken.
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Break-up Fee
Die Trennungsgebühr. Wer zahlt, wenn der Deal platzt? Kostenerstattung.
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Break-Up Fee
Die Break-Up Fee zahlt das Zielunternehmen an den Käufer, wenn es den unterschriebenen Deal platzen lässt, etwa für ein besseres Angebot. Üblich sind 3 bis 4 Prozent des Kaufpreises, fällig meist sofort bei der Kündigung.
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Bridge Financing
Bridge Financing ist eine Überbrückungsfinanzierung für einen befristeten Kapitalbedarf bis zu einer Runde, einem Verkauf oder einer Anschlussfinanzierung.
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Bridge Round
Die Bridge Round (Zwischenrunde) überbrückt die Zeit zwischen zwei Eigenkapitalrunden, meist mit einem Wandeldarlehen der bestehenden Investoren.
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Bring-Down Certificate
Das Bring-Down Certificate ist die Erklärung der Geschäftsführung am Closing, dass die beim Signing abgegebenen Garantien immer noch zutreffen. Kann sie nicht unterschreiben, fehlt eine Voraussetzung für den Vollzug.
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Buchhaltung
Buchhaltung ist die lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle. Sie ist gesetzliche Pflicht und zugleich die Grundlage jeder Kennzahl, die ein Investor nachrechnet.
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Budgetierung
Budgetierung übersetzt die Planung in Zahlen und verteilt Mittel auf Bereiche und Perioden. Entscheidend ist nicht das Budget selbst, sondern der Abgleich mit dem Ist.
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Burn Rate
Die Burn Rate ist der monatliche Abfluss liquider Mittel: brutto alle Auszahlungen, netto die Auszahlungen abzüglich der Einzahlungen aus dem Geschäft.
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Businessplan
Ein Businessplan ist das Gesamtdokument zu Strategie, Markt, Organisation und Planung eines Unternehmens, einschließlich Kapitalbedarf und Risiken.
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Buyer Persona
Eine Buyer Persona ist die verdichtete Beschreibung eines typischen Käufers: Rolle, Ziele, Auslöser für den Kauf, Einwände und Budgethoheit. Sie entsteht aus echten Gesprächen, nicht aus Annahmen.
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CAC Payback Period
Die CAC Payback Period ist die Zahl der Monate, bis ein Kunde über seinen Deckungsbeitrag die eigenen Gewinnungskosten zurückgezahlt hat. Sie bestimmt, wie viel Kapital Wachstum bindet.
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Camel
Ein Camel ist ein Wachstumsunternehmen, das mit geringem Kapitalverbrauch wächst und Phasen ohne neue Finanzierung aus eigener Liquidität überstehen kann.
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Capex vs Opex
Capex sind Investitionen in Vermögenswerte, die über Jahre abgeschrieben werden. Opex sind laufende Kosten, die sofort das Ergebnis mindern. Der Unterschied wirkt auf Gewinn, Liquidität und Bewertung.
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Cap Table
Der Cap Table ist die Übersicht, wem welche Anteile an einem Unternehmen gehören, einschließlich virtueller Anteile, Optionen und Wandeldarlehen.
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Cash Conversion Cycle
Der Cash Conversion Cycle misst in Tagen, wie lange Kapital im Geschäft gebunden ist: Lagerdauer plus Forderungslaufzeit minus Verbindlichkeitenlaufzeit.
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Cash Flow Positive
Cash Flow Positive heißt, dass ein Unternehmen aus seinem Geschäft mehr einnimmt, als es auszahlt, und seine liquiden Mittel ohne neues Kapital wachsen.
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Cashflow Projection
Eine Cashflow Projection ist die mehrjährige Prognose der Zahlungsströme eines Unternehmens, meist abgeleitet aus Ergebnis- und Bilanzplanung im Finanzmodell.
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Center-of-Excellence
Ein Center of Excellence bündelt Fachwissen zu einem Thema an einer Stelle und gibt es an die Bereiche weiter. Es entscheidet nicht über sie, es befähigt sie.
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CFO-Bedeutung
Der CFO verantwortet Finanzen, Planung, Berichtswesen und Finanzierung. In wachsenden Unternehmen ist er zugleich der Übersetzer zwischen Geschäft und Kapitalgebern.
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Change of Control
Ein Change of Control liegt vor, wenn mehr als die Hälfte der Stimmrechte den Besitzer wechselt oder alle wesentlichen Vermögenswerte verkauft werden. Er löst die schlafenden Klauseln im Vertrag aus, etwa Liquidation Preference und Drag Along.
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Churn Rate
Die Churn Rate misst, welcher Anteil der Kunden oder des Umsatzes in einem Zeitraum wegfällt. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Kunden-Churn und Umsatz-Churn.
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Closing Conditions
Closing Conditions sind die Bedingungen, die nach der Unterschrift erfüllt sein müssen, bevor Geld und Anteile wirklich fließen. Typisch sind die Kartellfreigabe, die Zustimmung der Gesellschafter und der Nachweis, dass die Garantien noch stimmen.
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Cockroach
Cockroach bezeichnet ein junges Unternehmen, das mit geringem Mittelverbrauch und anpassungsfähigem Geschäftsmodell lange Phasen ohne neue Finanzierung trägt.
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Cohort Analysis
Bei der Kohortenanalyse werden Kunden nach ihrem Eintrittsmonat gruppiert und getrennt über die Zeit verfolgt. So wird sichtbar, ob neuere Kunden länger bleiben als ältere.
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Co-Investor
Ein Co-Investor ist ein Mitinvestor, der sich zu den vom Lead-Investor verhandelten Bedingungen an einer Finanzierungsrunde beteiligt, ohne sie anzuführen.
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Common Stock
Common Stock sind im US-Recht die Stammaktien ohne Vorzugsrechte; in der GmbH entsprechen ihnen Stammanteile, die im Verkauf erst nach allen Vorrängen zählen.
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Company Builder
Ein Company Builder gründet Unternehmen aus eigenen Ideen, baut sie mit Kapital und zentralen Diensten auf und hält anfangs häufig die Mehrheit der Anteile.
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Completion Accounts
Die klassische Kaufpreis-Anpassung. Der Preis ändert sich basierend auf dem Bargeld am Tag des Closings. Komplex und streitanfällig.
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Conditions Precedent (CPs)
Conditions Precedent sind die Bedingungen, die vor dem Closing erfüllt sein müssen, etwa die Freigabe der Kartellbehörde oder die Zustimmung der Gesellschafter. Fehlt eine davon, muss keine Seite den Kauf vollziehen.
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Contribution Margin
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Er entscheidet, ob Wachstum die Lage verbessert oder verschlimmert.
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Control Premium
Der Preis der Macht. Der zusätzliche Betrag, den ein Käufer zahlt, um >50% des Unternehmens zu besitzen und das Sagen zu haben.
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Conversion Trigger
Der Conversion Trigger ist das vertraglich festgelegte Ereignis, das die Wandlung eines Wandeldarlehens oder SAFE in Anteile der Gesellschaft auslöst.
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Corporate VC
Corporate VC ist die Kurzform von Corporate Venture Capital: Wagniskapital, das ein etabliertes Unternehmen mit strategischen und finanziellen Zielen einsetzt.
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Corporate Venture Capital (CVC)
Corporate Venture Capital bezeichnet Beteiligungen etablierter Unternehmen an jungen Firmen, mit denen sie Rendite und strategischen Nutzen verbinden.
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Co-Sale Agreement
Ein Co-Sale Agreement ist ein im US-Markt üblicher Vertrag über Vorerwerbs- und Mitverkaufsrecht; in Deutschland regelt beides die Gesellschaftervereinbarung.
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Covenants
Covenants sind Auflagen im Kreditvertrag. Wer sie verletzt, gibt der Bank ein Kündigungsrecht — unabhängig davon, ob pünktlich gezahlt wurde.
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Cramdown
Cramdown ist eine Finanzierungsrunde zu stark gesenkter Bewertung oder die Überstimmung ablehnender Gruppen in einem Insolvenz- oder Restrukturierungsplan.
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CRM
Ein CRM ist das System, in dem Kunden, Kontakte und Verkaufschancen geführt werden. In einer Finanzierung ist es der Beleg für die Umsatzplanung.
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Crowdfunding
Crowdfunding ist die Finanzierung eines Vorhabens durch viele Einzelpersonen über eine Plattform, als Spende, gegen Gegenleistung, Beteiligung oder Darlehen.
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CSAT
Der CSAT misst die Zufriedenheit unmittelbar nach einem konkreten Kontakt, meist auf einer Skala von eins bis fünf. Ausgewiesen wird der Anteil der zufriedenen Antworten.
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Data Room
Der Data Room (Datenraum) ist die geschützte, geordnete Ablage der Unterlagen, die Investoren oder Käufer vor Vertragsschluss in der Due Diligence prüfen.
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DCF Valuation
Die Tabellenkalkulations-Fantasie. Discounted Cash Flow. Eine Bewertung basierend auf der Projektion der Zukunft und deren Diskontierung auf heute. Akademisch perfekt, praktisch nutzlos für Startups.
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Debitorenbuchhaltung
Die Debitorenbuchhaltung verwaltet alle Forderungen gegen Kunden: von der Rechnung über die Überwachung bis zur Mahnung. Sie entscheidet mit über die Liquidität.
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Decacorn
Ein Decacorn ist ein nicht börsennotiertes Wachstumsunternehmen, das Investoren in einer Finanzierungsrunde mit mindestens 10 Mrd. US-Dollar bewerten.
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Default Alive
Default Alive heißt, dass ein Unternehmen bei aktuellem Wachstum und gleichbleibenden Kosten die Gewinnschwelle erreicht, bevor seine Mittel verbraucht sind.
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Definitive Agreement
Das Definitive Agreement ist der finale, bindende Vertrag, der den unverbindlichen LOI ablöst. Meist ist es kein einzelnes Dokument, sondern ein Stapel aus Kaufvertrag, Gesellschaftervereinbarung und Nebenabreden.
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De Minimis Threshold
Der „Kümmere dich nicht um Kleingeld“-Betrag. Die Mindestgröße eines Anspruchs, damit er zählt.
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Dilution
Dilution ist die Verwässerung: Der prozentuale Anteil bisheriger Gesellschafter sinkt, weil neue Anteile ausgegeben werden, etwa in einer Finanzierungsrunde.
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Direct Listing
Bei einem Direct Listing geht ein Unternehmen an die Börse, ohne neue Aktien auszugeben und ohne Investmentbanken als Underwriter. Es verschafft Altaktionären Liquidität, bringt der Firma selbst aber kein frisches Kapital.
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Disclosure Schedule
Liar's Poker. Die Liste von allem, was kaputt ist. Das Schild gegen Klagen.
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Disclosure Schedules
Disclosure Schedules sind die Anlagen zum Kaufvertrag, in denen der Verkäufer jede Ausnahme zu seinen Garantien auflistet, etwa laufende Klagen oder kündbare Verträge. Was hier offengelegt ist, begründet später keinen Schadenersatz.
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Discount Rate
Der Rabatt für den frühen Vogel. Warum Angels weniger zahlen als Series A Investoren.
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Drag-Along Rights
Drag-Along Rights verpflichten die übrigen Gesellschafter, ihre Anteile zu denselben Bedingungen mitzuverkaufen, wenn eine vereinbarte Mehrheit verkauft.
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Drop-Dead Date
Das Drop-Dead Date, auch Outside Date, ist der Stichtag, bis zu dem das Closing erfolgt sein muss. Danach darf jede Seite ohne Strafe vom Vertrag zurücktreten, bei Verzögerungen durch Behörden wird das Datum oft verlängert.
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Due Diligence
Due Diligence ist die systematische Prüfung eines Unternehmens vor einer Investition oder einem Kauf — Finanzen, Recht, Steuern, Geschäft und Technik.
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Due Diligence
Due Diligence ist die systematische Prüfung eines Unternehmens vor einer Beteiligung oder einem Kauf, aufgeteilt in Finanzen, Recht, Steuern, Markt, Technik und Personal.
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Earn-Out
Beim Earn-Out wird ein Teil des Kaufpreises erst nach dem Closing gezahlt, abhängig davon, ob vereinbarte Ziele bei Umsatz oder EBITDA erreicht werden. Er überbrückt unterschiedliche Preisvorstellungen und verlagert Risiko auf den Verkäufer.
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EBITDA Multiple
Der Rentabilitätsmassstab. Verwendet für reife Unternehmen, Private Equity und Exits. Das Mass für Cash-Generierungskraft.