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Die Post-Money-Bewertung ist die Pre-Money-Bewertung zuzüglich des neu eingezahlten Kapitals. Trag zwei Werte ein, die anderen beiden rechnet das Werkzeug aus.
Post-Money = Pre-Money + InvestitionPre-Money = Post-Money − InvestitionInvestorenanteil = Investition ÷ Post-MoneyBeträge in Euro, Anteil in Prozent.
AltgesellschafterNeue Investoren
| Altgesellschafter | 80,0 % |
| Neue Investoren | 20,0 % |
| Pre-Money-Bewertung | – |
| Post-Money-Bewertung | – |
Der Rechner arbeitet ohne Option Pool, ohne Wandeldarlehen und ohne Liquidationspräferenz. Diese drei Punkte verschieben das Ergebnis oft stärker als die Bewertung selbst.
Pre-Money-Bewertung ist der Wert deines Unternehmens vor der Finanzierungsrunde.
Post-Money-Bewertung ist der Wert unmittelbar nach der Runde, also Pre-Money plus die neu eingezahlte Summe.
Verwässerung ist der Anteil, den die Altgesellschafter durch die Runde abgeben. Die Zahl ihrer Anteile bleibt gleich, der prozentuale Anteil sinkt.
Fully diluted heißt: gerechnet wird mit allen Anteilen, die entstehen können, also samt Optionen und Wandeldarlehen.
Du nimmst 2.000.000 Euro auf. Die Pre-Money-Bewertung liegt bei 8.000.000 Euro.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Pre-Money-Bewertung | 8.000.000 Euro |
| Investitionssumme | 2.000.000 Euro |
| Post-Money-Bewertung | 10.000.000 Euro |
| Anteil der neuen Investoren | 20 Prozent |
| Anteil der Altgesellschafter | 80 Prozent |
Wer vorher 40 Prozent hielt, hält danach 32 Prozent. Die Beteiligung sinkt um ein Fünftel. Der Wert des Anteils steigt trotzdem, wenn die Bewertung trägt.
Die Gegenprobe: 500.000 Euro für 10 Prozent ergeben eine Post-Money-Bewertung von 5.000.000 Euro und eine Pre-Money-Bewertung von 4.500.000 Euro.
Sagt ein Investor „Bewertung 10 Millionen“ und meint Post-Money, bekommst du bei 2 Millionen Investment eine Pre-Money-Bewertung von 8 Millionen. Meint er Pre-Money, liegt die Post-Money-Bewertung bei 12 Millionen und sein Anteil bei 16,7 statt 20 Prozent.
Der Unterschied sind 3,3 Prozentpunkte am Unternehmen. Bei einem späteren Verkauf für 50 Millionen Euro entspricht das rund 1,65 Millionen Euro. Deshalb gehört in jedes Term Sheet das Wort Pre-Money oder Post-Money, nicht nur eine Zahl.
Investoren verlangen meist einen Mitarbeiterpool von 10 bis 15 Prozent des Kapitals nach der Runde. Entscheidend ist, ob dieser Pool aus dem Pre-Money herausgerechnet wird oder erst nach der Runde entsteht.
Beispiel mit 8 Millionen Euro Pre-Money, 2 Millionen Euro Investment und einem Pool von 10 Prozent:
| Anteil nach der Runde | Pool im Pre-Money | Pool nach der Runde |
|---|---|---|
| Altgesellschafter | 70 Prozent | 72 Prozent |
| Neue Investoren | 20 Prozent | 18 Prozent |
| Mitarbeiterpool | 10 Prozent | 10 Prozent |
Die zwei Prozentpunkte Unterschied gehen genau an die neuen Investoren. Rechnerisch sinkt die Pre-Money-Bewertung von 8 auf 7 Millionen Euro, ohne dass die Zahl im Term Sheet sich ändert. Deshalb ist die Frage, wo der Pool sitzt, Teil der Preisverhandlung und keine Formalie.
Bei einer deutschen GmbH fließt das Investment nicht in voller Höhe ins Stammkapital. Die neuen Geschäftsanteile lauten auf einen Nennbetrag in vollen Euro, der weit überwiegende Rest wird als Aufgeld in die Kapitalrücklage nach Paragraf 272 Absatz 2 Nummer 1 HGB eingestellt.
Bei 2 Millionen Euro Investment und 25.000 Euro Stammkapital entstehen typischerweise neue Anteile mit einem Nennbetrag von 6.250 Euro, damit die Investoren 20 Prozent halten. Die restlichen rund 1,994 Millionen Euro sind Agio.
Beschluss und Übernahmeerklärung müssen notariell beurkundet werden, die Erhöhung wird erst mit der Eintragung im Handelsregister wirksam. Rechne dafür Zeit ein, sie liegt zwischen dem Signing und dem Geldeingang.
Kaufen Investoren bestehende Anteile von Altgesellschaftern, fließt kein Geld in die Gesellschaft. Dann gibt es keine Post-Money-Bewertung im eigentlichen Sinn und keine Verwässerung der übrigen Gesellschafter, sondern nur einen Eigentümerwechsel. Der Rechner oben bildet den Primary-Fall ab.
Wer eine Runde ab 1 Million Euro verhandelt, rechnet diese drei Punkte in einem vollständigen Cap Table durch, nicht in einem Rechner mit vier Feldern.
Pre-Money ist der Unternehmenswert vor der Finanzierungsrunde, Post-Money der Wert unmittelbar danach. Die Differenz ist genau die neu eingezahlte Summe.
Teile die Investitionssumme durch die Post-Money-Bewertung. Bei 2 Millionen Euro Investment und 10 Millionen Euro Post-Money sind das 20 Prozent.
Ziehe die Investitionssumme von der Post-Money-Bewertung ab. Kennst du nur Investment und Prozentanteil, teile das Investment durch den Anteil und ziehe das Investment wieder ab.
Um genau den Anteil, den die neuen Investoren bekommen. Wer 40 Prozent hielt, hält bei 20 Prozent Neuanteil danach 32 Prozent.
Weil sich die 10 Prozent auf die Post-Money-Bewertung beziehen. 500.000 geteilt durch 0,1 ergibt 5 Millionen Post-Money, abzüglich der 500.000 bleiben 4,5 Millionen Pre-Money.
Nein. Eine hohe Bewertung ohne passende Zahlen führt in der nächsten Runde zur Abwertung. Eine Down Round kostet mehr Anteile und mehr Vertrauen als eine ehrliche Bewertung heute.
Das verhandelst du. Wird der Pool aus dem Pre-Money herausgerechnet, tragen ihn allein die Altgesellschafter. Entsteht er nach der Runde, tragen ihn alle. Bei einem Pool von 10 Prozent sind das zwei Prozentpunkte, die sonst an die neuen Investoren gehen.
Es wandelt in der Runde in Anteile, meist mit Abschlag auf den Rundenpreis oder mit einer Bewertungsobergrenze. Rechne es vor der Verhandlung in den Cap Table ein, sonst überrascht dich die Verwässerung beim Signing.
Rechnerisch ja, wenn der Investorenanteil über 100 Prozent liegt, praktisch nein. Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass die eingegebenen Werte nicht zusammenpassen.
Das hängt von Umsatz, Wachstum, Marge und Vergleichstransaktionen ab. Eine Zahl ohne diese Grundlage hält in der Due Diligence nicht.
Stand: September 2026. Der Rechner liefert unverbindliche Rechenergebnisse und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.
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