Deckungsbeitrag
Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen Umsatz und variablen Kosten, also der Betrag, der zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Deckungsbeitrag bezeichnet den Betrag, der vom Umsatz übrig bleibt, nachdem die variablen Kosten abgezogen sind, also die Kosten, die mit jeder verkauften Einheit anfallen, etwa Material, eingekaufte Ware oder Versand. Aus diesem Betrag werden die Fixkosten wie Miete und Gehälter bezahlt; was danach bleibt, ist Gewinn. Wird ein Produkt für 80 Euro verkauft und verursacht es 52 Euro variable Kosten, beträgt der Deckungsbeitrag 28 Euro je Stück, das sind 35 % des Verkaufspreises.
Der Begriff stammt aus der deutschen Kosten- und Leistungsrechnung. Er ist der Kern der Teilkostenrechnung, die den Produkten nur die variablen Kosten zuordnet und die Fixkosten gesondert behandelt. Die englische Bezeichnung lautet Contribution Margin. In der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung werden die Fixkosten schrittweise abgezogen:
- Deckungsbeitrag I: Umsatz minus variable Kosten.
- Deckungsbeitrag II: Deckungsbeitrag I minus Fixkosten, die einem einzelnen Produkt direkt zugerechnet werden können, etwa sein eigenes Entwicklungsteam.
- Deckungsbeitrag III: Deckungsbeitrag II minus Fixkosten einer Produktgruppe oder eines Bereichs. Nach Abzug der übrigen Fixkosten des Unternehmens ergibt sich das Betriebsergebnis.
Im Onlinehandel werden die Stufen häufig anders abgegrenzt, etwa Deckungsbeitrag I nach Wareneinsatz, II nach Versand und Zahlungskosten und III nach Marketing. Vor jedem Vergleich zwischen Unternehmen ist deshalb zu klären, welche Kosten in welcher Stufe stehen. Erreicht der gesamte Deckungsbeitrag die Fixkosten, liegt das Unternehmen an der Gewinnschwelle.
Der Hauptartikel Contribution Margin erklärt den Deckungsbeitrag ausführlich: seine Berechnung als Betrag und als Quote, seine Rolle für Preisentscheidungen und die Gewinnschwelle sowie seine Bedeutung für die Beurteilung eines Geschäftsmodells durch Investoren und Käufer.
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